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Die Wallendorfer ev. Kirche

Kirche/Friedhofseite

Foto: Dr. Ernst Wagner

Kirche/Ostansicht

Kirche/Ostansicht

Schule-Kirche-Komplex

Gesamtkomplex Schule und Kirche

Kirche/Südseite

Kirche/Südseite

Kirche/Südseite


Kirche/Südseite



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Historisches zur Wallendorfer ev. Kirche

      Die evangelische Kirche bildet den Mittelpunkt des Ortes. Die Nachforschungen von Dr. Ernst Wagner führen zu der Annahme, dass die heutige Kirche wahrscheinlich als dritter Kirchenbau an dieser Stelle im 18. Jh. im Barocken Stil gebaut wurde.
1873/74 wurde das Gebäude gründlich erneuert und teilweise umgebaut. Ein in der Kirchenmauer eingearbeiteter Schlussstein dokumentiert, dass der zweite Kirchenbau 1441 im spätgotischen Stil errichtet worden ist. Die Gründe des Umbaus sowie auch die Grundsteinlegung des ersten Baus betreffend, gibt es keine Anhaltspunkte.
      Die Kirche war bis vor cca. 200 Jahren von einer Kirchenmauer umgeben, eine jedoch im Verhältnis zu südsiebenbürgischen Kirchenburgen recht einfache Befestigung.
In seiner bereits wiederholt angesprochenen "Festschrift" hält Dr. Wagner ein Kapitel bereit, das sich mit dem kirchlichen Leben der Nachkriegszeit bis hin zur Aussiedlung der Siebenbürgisch-sächsischen Bevölkerung ins westliche Ausland befasst, und vom ehemaligen Pfarrer von Wallendorf, Kurt Egon Franchy verfasst worden ist.
Die Schwierigkeiten die es nach dem II. Weltkrieg im kirchlichen Gemeindeleben zu überwinden galt, sind hierin trefflich beschrieben.


Schlussstein 1441

Schlussstein 1441

Eingangsportal

Seiteneingangsportal

Choreingang

Choreingang

Taufbecken

Taufbecken

Kirche-innen

Pfr.Adolf Wagner vor dem Altar

Orgel

Klick>> Empore mit Orgel

Altar

Klick>> Altar/1973

Altar/Detail

Altar/Detail/2003

Altar

Klick>> Altar/2003


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Umgestaltung der ev. Kirche

      Nachdem die sächsische Bevölkerung vorwiegend in der Zeit von 1970 bis cca. 1980 Wallendorf in ihrer Mehrheit in Richtung Bundesrepublik Deutschland verlassen hatte, wurde die Kirche 1979 an die orthodoxe Gemeinde in Wallendorf verkauft, mit dem Hintergrund, dass sie dem gleichen Zweck dienen soll, wie all die Jahrhunderte zuvor, nämlich, der Ausübung des religiösen Lebens von Gläubigen, wenn auch einer anderen Glaubensgemeinschaft zugehörig. Damit konnte dem Bau das Schicksal anderer Kirchen, bislang vorwiegend in Nordsiebenbürgen, aber nicht nur hier, dem Verfall preisgegeben zu sein, erspart werden. Auf dem nachstehenden Foto einer Gedenktafel sind die Mitglieder der beim Kauf der Kirche beteiligten Komission vermerkt.
Gedenktafel Die Gestaltung des Innenraumes wurde in der Folge orthodoxem Ritus angepasst. Der Altar ist zwar erhalten geblieben, doch ist er durch die, der orthodoxen Kirche eigenen Ikonostase verdeckt. Dadurch ergab sich die Notwendigkeit, die Treppe zur Kanzel ausserhalb des Chors, vor die neu aufgebaute Ikonostase zu versetzen. Das Taufbecken erhielt vorübergehend einen Platz unter dem Dach des Eingangsportals. Da bei einer Kirchenbesichtigung Anfang September 2003 das Taufbecken nicht mehr an derselben Stelle aufzufinden war, wurde auf Nachfrage nach dem aktuellen Standort des Taufbeckens mitgeteilt, es sei von irgendwelchen "düsteren Gestalten" umgestossen worden, wobei es in Stücke auseinandergebrochen sei.
      Die 1821 fertiggestellte Samuel Maetz-Orgel wurde abgebaut und zunächst in die Hermannstädter Gegend verlagert. Neuesten Erkundungen zufolge, persönlich vom Webmaster dieser Seiten vom Orgelbaumeister Hermann Binder aus Hermannstadt eingeholt, wurde die Orgel 1987 nach Kovaszna (rum. Covasna) verkauft und in der dortigen römisch-katholischen Kirche aufgestellt, wo sie möglicherweise von interessierten Besuchern auch besichtigt werden kann.
      Was das äussere Erscheinungsbild betrifft, ist an dem an der Turmspitze, oberhalb des Knopfes angebrachten Kreuz zu erkennen, dass es sich fortan nicht mehr um eine evangelische Kirche handelt. Der Zugang zum Kirchhof erfolgt nicht mehr durch das frühere Eingangstor, vielmehr ist ein neuer befestigter, eingezäunter und abgesperrter Zugang von der Strasse her, um die Schule herum, eingerichtet worden. Tiefes Bedauern macht sich bei dem kundigen Betrachter breit, wenn er feststellt, dass der Eingang zum Chor nicht mehr zu sehen ist. Er ist einfach zugemauert worden, eine Massnahme, die, weil nicht unvermeidbar, dem Denkmalschutz zuwiderläuft. Eine gut versperrte Tür hätte es sicherlich auch getan.
In umgestalteter Form befindet sich das Gebäude gegenwärtig in einem sehr guten Zustand. Nachdem mittlerweile in die Kirche auch eine mit Erdgas betriebene Heizung eingebaut worden ist, besteht die berechtigte Hoffnung dass dies auch in Zukunft so bleibt.
Folgende Fotos versuchen einen Eindruck vom Aussehen des Kircheninnenraumes nach der Umgestaltung zu vermitteln.

Altar hinter Ikonostase

Hinter der Ikonostase versteckter Altar

Glockenturm 2003 Innenansicht mit Kanzel

Innenansicht/Kanzel

Innenansicht

Innenansicht

Altar hinter Ikonostase

Hinter Ikonostase herausragende Altarspitze

So klingen die Wallendorfer Kirchenglocken:

    Zum Starten bzw. Stoppen des Glockenläutens, bitte das Recorderbedienfeld betätigen. Gegebenenfalls mit Doppelklick für Start.

        Grosse Glocke.       

        Mittlere Glocke.       

        Kleine Glocke.         

        Glocken zusammen.

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grosse Glocke

Auf der grossen Glocke ist die Jahreszahl 1923 vermerkt. Somit gehen wir davon aus, dass sie im selben Jahr gegossen worden ist.

Foto: Dr. Ernst Wagner


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Presbyterium und Utensilien

      Folgende Aufnahmen zeigen die Zusammensetzung des Presbyteriums um das Jahr 1938 und zwei Kelche sowie die Patene, die in der Wallendorfer Kirche einst beim Abendmahl zum Einsatz kamen.
Ein Klick auf die Bilder, ermöglicht Ihnen, eine vergrösserte Darstellung der Objekte zu erhalten.


Als Entstehungszeit des "neuen" Kelches wird der Anfang des 18.Jahrhunderts angenommen. Er besteht aus Silber, blank und vergoldet. Höhe 224 mm, Schalendurchmesser 94 mm, Gewicht 450 g. Besitzt einen Pyramidenstumpffuss mit waagerechtem Aufsatzrand und konvexem Verbindungsstreifen, den sieben getriebene Blumen und Blätter schmücken. Die Seiten des Fusses umsäumen gravierte Linien. Auf dem Ende des Fussschaftes ruht der untere runde Stilus mit einem zarten Gesimse. Ein Kugelkranz vermittelt den Übergang zum birnförmigen Nodus, der mit getriebenen Blättern besetzt ist. Darüber der obere, aus einem in der Mitte eingezogenen und mit einem Kugelkranz gegürteten Zylinder bestehende Stilus. Durchbrochener und getriebener, mit dem Blattfries in einem Stück gearbeiteter Schalenkorb, der aus grossen Blumen und Ranken besteht. Gut erhalten.
Literatur: V. Roth, Bistritzer Goldschmiedewerke, S.369
Alter Kelch

Alter Kelch

Wallendorfer Patene

Wallendorfer Patene

Neuer Kelch

Neuer Kelch

Presbyterium 1938

Presbyterium 1938


Die Presbyteriumszusammensetzung 1938 auf unserem Foto im Einzelnen:

vordere Reihe von links: Barth Michael, Barth Michael, Penteker Georg (Rektor), Wagner Adolf (Pfarrer), Seidel Johann, Henel Samuel.
mittlere Reihe von links: Kisch Michael, Teutsch Mathias, Seidel Andreas, Daichendt Michael, Werner Johann.
hintere Reihe von links: Linnerth Johann, Eisner Michael, Pohl Michael.

Zwei Mitglieder dieses Presbyteriums haben sich nach den Schilderungen des späteren Wallendorfer Pfarrers Kurt E. Franchy bei der Erhaltung des kirchlichen Lebens in Wallendorf ganz besonders hervorgetan. Es handelt sich dabei um Johann Werner genannt Wiener Hanni und Michael Pohl bekannt unter dem Dorfnamen Lukes Micki, die in schwierigen Zeiten, als die Gemeinde Wallendorf noch keinen eigenen Pfarrer hatte, den Gottesdienst in einer gewiss vereinfachten Form abhielten.



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In eigener Sache:
Sollten Sie, als Besucherin oder Besucher unserer Seite, historische oder auch aktuelle Fotos besitzen, die in Verbindung zur Wallendorfer Kirche stehen (sehr gefragt sind Innenansichten, insbesondere des Altarraums, aber auch andere Detailansichten), und eventuell Interesse besteht, diese Fotos auf dieser Homepage zu sehen, so wird gebeten, diese per e-mail als Anhang an den Webmaster dieser Seiten zu senden. Für den Fall, dass die Fotos nicht in digitalisierterer Form versendet werden können, wird um eine Kontaktaufnahme zum Webmaster gebeten. Es wird sich sicherlich ein Weg auftun, das Vorhaben in die Tat umzusetzen.
Dafür, vielen Dank.


e-mail an: webmaster@wallendorfer.de

   Startseite    Seitenanfanglast update 29.10.2008